Krise, Krösus, Knete…

Die Welt der Börse, Banken und Finanzredaktionen war das Ziel unseres Wirtschaftsjournalismus-Seminars in Frankfurt. Wir besuchten die Europäische Zentralbank (EZB) und die Deutsche Börse, sprachen mit Finanzmarkt-KritikerInnen von attac, dem Leiter der F.A.Z.-Finanzredaktion Gerald Braunberger, dem stellvertretenden Leiter von „Orange by Handelsblatt“ Maximilian Nowroth und der ARD-Börsenexpertin Anja Kohl, die eines der wenigen weiblichen Gesichter des Finanz- und Wirtschaftsjournalismus ist.

Was wir gelernt haben: Die Finanzmarktkrise 2008/2009 war eine Zäsur, die bleibende Spuren hinterlassen hat. BankerInnen, AnalystInnen und JournalistInnen waren damals angesichts des unvorhergesehenen weltweiten Finanzmarkt-Crashs rat- und sprachlos. Gerald Braunberger von der F.A.Z. hat in der Zeit gelernt, dass „man vorsichtig sein muss, wenn man glaubt, alles durchschaut zu haben“ und geht seit dem mit mehr „Demut“ an die Themen. Anja Kohl fragt sich sogar, ob das System angesichts riesiger Schuldenberge und schwächelndem Wachstum überhaupt noch funktionieren kann und sieht mit großer Sorge auf das weltweite Erstarken der PopulistInnen.

Maximilian Nowroth dagegen treibt eher die Frage um, wie man junge Leute für Wirtschafts- und Finanzthemen begeistern kann. Er setzt mit Orange by Handelsblatt auf die sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Snapchat.

Und während wir so reden, geht Snapchat für 3,2 Milliarden Euro an die Börse. So manche Expertin wie Anja Kohl kann darüber nur den Kopf schütteln…

Unerwartet spannend war unser dreitägige Besuch in dieser fremden Welt. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte das nächste JPN-Journal lesen, das Ende März erhältlich ist.

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